Anna Barnetts Geheimnis für ein einladendes Zuhause
Von stimmungsvoller Beleuchtung bis zu den besonderen Zutaten für unvergessliche Abende: Die Köchin, Autorin und Tastemakerin verrät, was ein Zuhause wirklich einladend macht.
Als Tastemakerin, Köchin und Autorin dreht sich bei Anna Barnett alles um Essen, Reisen, Gastlichkeit und das Zusammenbringen von Menschen. Auf Instagram teilt die Londonerin ihre Rezepte und Einblicke in ihr Zuhause, in ihrem Podcast The Filling spricht sie mit Gästen über Essen, Kreativität und das Leben.

Anna ist Autorin zweier Kochbücher und schrieb unter anderem für Vogue und den Evening Standard. Ihr Gespür für Materialien, Farben und Details reicht dabei weit über die Küche hinaus. Aktuell renoviert sie bereits ihr drittes Zuhause in London und dokumentiert den Prozess auf ihrer Plattform House Soup: ein Interieur, das nach und nach aus sorgfältig ausgewählten Materialien, gesammelten Lieblingsstücken und viel Persönlichkeit entsteht.
Für ihr Schlafzimmer entschied sich Anna für unsere Neo Wandleuchten, die in Zusammenarbeit mit Buchanan Studio entstanden sind. Sie dienen ihr zugleich als Akzent- und Leselicht und fügen sich mit ihrer zurückhaltenden Farbgebung in den Raum ein.
Für uns der perfekte Anlass, mit Anna über Gastlichkeit, die Parallelen zwischen Kulinarik und Interiordesign und ihre Arbeit mit unterschiedlichen Lichtzonen zu sprechen.
Plus: Anna verrät ihr Lieblingsrezept für Eton Mess, inspiriert von den geschwungenen Formen des Glases unserer Neotenic Kollektion.

Anna Barnett über Gastlichkeit und ein einladendes Zuhause
So vieles von dem, was du machst, bringt Menschen zusammen, sei es beim Essen, auf Reisen oder bei dir zu Hause. Was sind deine wichtigsten Zutaten für einen besonderen Abend?
Für mich geht es vor allem darum, dass sich die Menschen wohlfühlen und einen Ort zu schaffen, an dem man gerne zusammenkommt.
„Licht ist für mich immer der Ausgangspunkt.“
Gedimmtes Licht ist ein Muss, genauso wie Kerzen. Für mich sind es genau diese Dinge, die einem Raum Atmosphäre verleihen.
Duftkerzen, duftende Blumen oder Kräuter bringen noch eine weitere sinnliche Ebene ins Spiel. Ich versuche, Räume zu schaffen, die inspirierend wirken und gleichzeitig eine gewisse Ruhe ausstrahlen. Danach darf sich der Abend einfach entwickeln. Gutes Essen und gute Getränke gehören natürlich ebenfalls dazu, und von beidem gerne reichlich.
Die Gerichte, die du teilst, sehen immer besonders aus und bleiben gleichzeitig sehr nah an ihren Zutaten. Was reizt dich an dieser Balance? Und findet sich dieser Ansatz auch in deinem Zuhause wieder?
Ich entscheide mich eigentlich immer für Qualität statt Quantität, egal ob es um die Zutaten geht, die ich serviere, oder um die Dinge, die wir für unser Zuhause auswählen. Gute Produkte sprechen für sich. Dann kann man sich auf interessante Geschmackskombinationen konzentrieren, anstatt stundenlang in der Küche zu stehen. Bei Interieurs sehe ich das ganz ähnlich. Wenn Materialien, Oberflächen und einzelne Stücke von guter Qualität sind, muss man einen Raum nicht überladen.
Einfache, herzhafte Gerichte, bei denen die Zutaten im Mittelpunkt stehen, haben für mich etwas sehr Beruhigendes. Zu Hause zieht mich eine ähnliche Zurückhaltung an. Ich investiere lieber in Dinge, die ich lange schätzen werde und deren Gestaltung Bestand hat, statt einem Trend zu folgen. Wahrscheinlich kommt auch die gedecktere Farbpalette, zu der ich mich inzwischen hingezogen fühle, aus diesem Wunsch nach Langlebigkeit.

Wie Anna Barnett mit Lichtzonen arbeitet
Licht spielt sowohl in deiner Arbeit als auch bei dir zu Hause eine wichtige Rolle. Worauf achtest du bei der Beleuchtung eines Raumes, ob beim Kochen, wenn Gäste da sind oder einfach im Alltag?
Ich denke bei Beleuchtung immer an verschiedene Ebenen und Lichtquellen. Tisch- und Wandleuchten schaffen eine viel atmosphärischere Lichtstimmung als eine einzelne Deckenleuchte und ermöglichen es, einen Raum im Laufe des Tages immer wieder anders wirken zu lassen.
„Ich bin ein wenig besessen von Leuchten als eigenständige Objekte.“
Ich liebe Stücke mit interessanten Materialien, Formen und Patina und kombiniere gerne Antiquitäten mit zeitgenössischem Design. Jede Leuchte darf für mich genug Präsenz haben, um dem Raum etwas zu geben, ohne ihn zu dominieren.
Welche Gemeinsamkeiten siehst du zwischen einem gelungenen Menü und einem einladenden Zuhause?
Beides sollte etwas Vertrautes haben, damit sich Menschen wohlfühlen, aber gleichzeitig genug Unerwartetes bieten, um interessant zu bleiben. Beim Essen kann das eine ungewöhnliche Kombination von Aromen oder Zutaten sein. Zu Hause vielleicht der Kontrast verschiedener Materialien oder ein Objekt, mit dem man an dieser Stelle nicht gerechnet hätte. Es muss nicht kompliziert sein. Ich mag es aber, wenn etwas dabei ist, das einen ein zweites Mal hinschauen oder schmecken lässt.

Warum Anna die Neo Wandleuchten für ihr Schlafzimmer wählte
Was hat dich an den Neo Wandleuchten zuerst angesprochen?
Ihre Farbgebung ist sehr zurückhaltend, aber in den Details steckt etwas Besonderes. Ich liebe das glänzende Glas, die feine Marmorierung und die abgerundeten Kanten. Dadurch wirken die Leuchten leicht und zugleich sehr bewusst gestaltet. Diese Balance passte besonders gut zum Schlafzimmer, weil ich dort eine ruhige Atmosphäre schaffen wollte.

Warum waren die Neo Leuchten die richtige Wahl zu den Farben, Materialien und Objekten, die du für dein Zuhause gesammelt hast?
Obwohl sie fast mit unserer Wandfarbe verschmelzen, fallen sie trotzdem auf und ziehen den Blick auf sich.
„Die Details im Glas und die Art, wie sich seine Farbe je nach Tageszeit verändert, machen jede Leuchte besonders.“
Sie hängen über einem Paar antiker Kuppelleuchten aus Muranoglas und ich liebe das Zusammenspiel der beiden. Die Neo Leuchten erzeugen ein angenehm diffuses Licht, was mir für diesen Raum sehr wichtig war. Gleichzeitig wirken sie zeitlos und wunderbar zurückhaltend.

Reiseinspiration: Maison Salix in der Provence
Welche Räume, Momente oder Orte auf deinen Reisen haben dich in letzter Zeit besonders inspiriert?
Ich habe vor Kurzem meinen Geburtstag im Maison Salix in der Provence gefeiert. Wir kommen immer wieder dorthin zurück. Es ist etwas ganz Besonderes, wie dort Interieur, Essen und Gastlichkeit zusammenkommen, ohne dass irgendetwas inszeniert wirkt. Alles fühlt sich entspannt an und ist gleichzeitig unglaublich durchdacht.
Aktuell arbeiten wir gemeinsam an einer Reihe von Retreats und Wochenenden, bei denen hervorragende lokale Produkte, Wein und natürlich das Zusammenbringen von Menschen im Mittelpunkt stehen. Für mich ist das eine ganz natürliche Erweiterung von allem, was ich an diesem Ort liebe.

Anna Barnetts Eton-Mess-Rezept
Eton Mess ist ein britischer Dessertklassiker aus Meringue, Sahne und Früchten. Annas Version bekommt durch fein geschnittene Minze und reichlich Limettenabrieb eine besonders frische Note. Für Anna gehört das Rezept in jedes Repertoire: unkompliziert, saisonal und immer köstlich.

Saisonal, frisch und fruchtig.
Für 4–6 Personen
Meringue
- 3 Eiweiß
- 220 g feiner Zucker
- etwas Vanillepaste
Bei 120 °C etwa 1¼ Stunden backen, sodass die Meringue außen fest und innen noch weich ist.
Sahne und Früchte
- 300 ml Schlagsahne
- 2 EL Puderzucker, gesiebt
- etwas Vanilleextrakt oder ¼ TL Vanillepaste
- 150 g Himbeeren, zerdrückt
- eine Handvoll Erdbeeren, geputzt und geviertelt, alternativ andere saisonale Früchte
- 1 EL feiner Zucker
Zum Garnieren
- 2 Zweige Minze, Blätter abgezupft und fein geschnitten
- Abrieb von 1 Limette
Zubereitung
- Den Backofen auf 140 °C Umluft vorheizen. Sobald die Meringues in den Ofen kommen, die Temperatur auf 120 °C reduzieren.
- Für die Meringue zunächst die Eier trennen. Die Schüssel muss vollkommen fettfrei sein. Dafür kann man sie mit einer halben Zitrone ausreiben.
- Das Eiweiß schlagen, bis sich weiche Spitzen bilden.
- Den Zucker esslöffelweise hinzufügen und jeweils etwa 30 bis 40 Sekunden weiterschlagen, damit er sich auflösen kann. Anschließend die Vanillepaste dazugeben.
- Sobald der gesamte Zucker eingearbeitet ist, die Geschwindigkeit erhöhen und die Masse weitere 7 bis 8 Minuten schlagen, bis sie glatt und glänzend ist.
- Kleine Tupfer der Meringuemasse auf die Ecken des Backblechs geben und damit das Backpapier fixieren.
- Vier große Portionen Meringue mit ausreichend Abstand auf das Backpapier setzen. Mit der Rückseite eines Löffels locker zu Nestern formen.
- Die Temperatur auf 120 °C reduzieren und die Meringues etwa 1¼ Stunden backen. Anschließend vollständig abkühlen lassen.
- Die Himbeeren leicht zerdrücken und beiseitestellen.
- Die vorbereiteten Erdbeeren mit dem Zucker vermengen und kurz ziehen lassen.
- Die Sahne nur so lange schlagen, bis sie beginnt fest zu werden. Dabei vorsichtig vorgehen, damit sie nicht überschlagen wird. Vanille und gesiebten Puderzucker unterrühren.
- Die Himbeeren vorsichtig unter die Sahne ziehen, sodass eine Marmorierung entsteht. Erdbeeren und anschließend die abgekühlte, grob zerbrochene Meringue dazugeben. Mit fein geschnittener Minze und reichlich frisch geriebenem Limettenabrieb vollenden und servieren.
