Rund zwei Autostunden vom Firmensitz in Oxfordshire entfernt liegt die Manufaktur von Original BTC in Stoke-on-Trent.
Zwischen alten Fabriken, in denen die Arbeit längst ruht, beginnt hier der Tag noch vor Sonnenaufgang. Die Öfen werden angeheizt, die Werkstatt erwacht. Seit 1990 entstehen an diesem Ort sämtliche Bone-China-Schirme unserer Leuchten. Sie gehen durch die Hände von Menschen, die jahrhundertealte Techniken beherrschen und mit jedem neuen Entwurf weiterentwickeln.

Auf diese Erfahrung vertraut das Designteam um Charlie Bowles. Sie eröffnet ihm Spielraum, die Möglichkeiten des Materials auszuloten.
Im Austausch mit der Manufaktur nehmen Zeichnungen Gestalt an. Erste Prototypen werden gegossen und gebrannt, ihre Proportionen geprüft, ihre Lichtwirkung betrachtet. So wächst aus einer Idee allmählich eine Leuchte.

Die Pflaumenblüte als Ursprung der Blossom-Kollektion
Am Anfang der Blossom-Kollektion stand eine Skizze von Charlie. Angeregt von der asiatischen Pflaumenblüte, zeichnete er einen sanft zulaufenden Schirm mit glänzender Oberfläche und einem oberen Abschluss in Blütenform. Die Manufaktur übertrug den Entwurf in Bone China. Er schmückte unsere erste kabellose Leuchte und gab einer Kollektion ihre Formensprache, die seither stetig gewachsen ist.

Mit der Wandleuchte Blossom Linear, unserer ersten Bone-China-Wandleuchte für das Badezimmer, erhielt das Blütenmotiv eine schlankere, längliche Gestalt. Die Konturen der Blütenblätter ziehen sich über den Schirm und gliedern seine Oberfläche. In den Falten ist die Keramik dünner. Hier tritt das Licht heller hervor und zeichnet feine Linien entlang der Form.

Die kabellose Blossom Linear – Kontur und Licht
Bei der neuen kabellosen Blossom Linear entfaltet sich diese Lichtwirkung ringsum. Aus der länglichen Form der Wandleuchte ist ein geschlossener Zylinder geworden. Die Blütenkonturen setzen sich über seine Höhe in sanft gerundeten Rippen fort, deren flaches Relief die glänzende Glasur belebt. Sobald die Leuchte eingeschaltet wird, lässt das durchscheinende Bone China die Abstufungen der Oberfläche sichtbar werden.

„Bone China hat eine besondere Sanftheit, die durch die Glasur noch stärker zur Geltung kommt“, sagt Charlie Bowles.„Für die Blossom Linear haben wir eine säulenartige Form gewählt. Sie gibt dem Material eine ruhige Präsenz und wirkt zugleich warm und einladend.“
Wie der Bone-China-Schirm seine Form erhält
Der lange, hohle Schirm stellte die Manufaktur beim Gießen vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Ausgangspunkt war eine eigens angefertigte Gipsform. In mehreren Versuchen ermittelten die Fachleute, wie lange der flüssige Tonschlicker darin verbleiben musste, bevor sie den Überschuss abgossen. Die Verweildauer bestimmt die Wandstärke des Schirms und damit auch seine Stabilität und Lichtdurchlässigkeit.

Ebenso sorgfältig musste das Verhalten beim Brennen abgestimmt werden. Der ungebrannte Schirm sollte seine Gestalt im Ofen bewahren. Jeder Versuch lieferte neue Erkenntnisse für den nächsten Guss, bis sich die gezeichneten Proportionen zuverlässig in der Keramik wiederfanden.
„In dieser Phase arbeiten Designteam und Manufaktur eng zusammen“, erläutert Charlie. „Wir stimmen die Form und die Lichtverteilung aufeinander ab. Die Erfahrung unserer Fachleute ist entscheidend dafür, dass aus dem Entwurf genau die Leuchte wird, die wir uns vorgestellt haben.“

Kabelloses Licht für Tisch, Bad und Garten
Wie angenehm Bone China in der Hand liegt, zeigt sich bei einer Leuchte, die man von einem Platz zum anderen trägt. Die gerundete Oberfläche der Blossom Linear lädt dazu ein, sie aufzunehmen und umzustellen. Gebürstete Metalldetails fassen die weiße Keramik ein. Ihre feine Struktur ergänzt die weichen Konturen des Schirms und macht auch die Berührung zu einem Teil seiner Wirkung.

Im Inneren sorgen moderne LEDs und wiederaufladbare Akkus für den täglichen Betrieb. Je nach Dimmstufe reicht eine Ladung für bis zu 34 Stunden. Dank der Schutzart IP44 begleitet die Blossom Linear ein Bad am Abend ebenso wie ein Essen im Garten.
Vom ersten Guss in Stoke-on-Trent bis zu ihrem Platz auf dem gedeckten Tisch bleibt die Sorgfalt ihrer Herstellung spürbar. Sie liegt in den Proportionen, in der Glasur und in den feinen Lichtlinien, die über den Schirm laufen.